BEGEISTERT VON WANGEROOGE

Ihre Schilderung über ihre neue Heimat hört sich an wie ein Liebesbekenntnis zu Wangerooge. Gundula und Wolfgang  Bielfeldt aus Bielefeld sind die neuen Betreiber der Biomaris-Ecke am Platz am Meer und sind begeistert vom Standort: »Eine herrliche Lage mit Blick aufs Meer. Einfach toll.«

as Ehepaar Bielefeldt kennt sich aus an der Nordsee: »Wir haben drei Jahre die Biomaris-Niederlassung auf Langeoog gehabt. War auch eine schöne Zeit. Aber hier auf Wangerooge gefällt es uns noch besser. « Das Ehepaar im Unruhestand freut sich erst einmal auf den Sommer. Gundula, die früher in einer Apotheke tätig war, will die Verbindung zum Bielefelder Haus nutzen: »Mit sechs Jahren war ich erstmals auf Wangerooge. Jetzt bin ich froh, das Meerestiefwasser in verschiedenen Varianten anbieten zu können. Hier kann jeder etwas für seine Gesundheit tun.« An Tischen sitzend,
trifft man hier auch schnell Gleichgesinnte, man tauscht Erfahrungen und Neuigkeiten aus und spricht über einige von rund
300 Produkten von Biomaris 80 Jahre besteht das in Bremen ansässige Unternehmen, das sich Gesundheit und Schönheit aus dem Meer verschrieben hat. Der Klassiker ist nach wie vor die Hautcreme. Ein Produkt, das auch in Hautkliniken zur Nachpflege von Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis eingesetzt wird. Im Laufe der Jahrzehnte haben die Forscher des Unternehmens die Produktpalette des Thalasso-Spezialisten jedoch erheblich erweitert, Kosmetik-Serien für Damen und Herren, Sonnen-Cremes und Lotions, Anti-Aging-Cremes und -Gelsentwickelt und sich hierbei vornehmlich der Naturprodukte aus dem Meer oder den typischen Pflanzen von Inseln und Küste wie des Sanddorns bedient.
Auch Antje Pollex, die Vorgängerin der Bielfeldts, konnte viele Stammkunden begrüßen, die bei einem Gläschen Meerestiefwasser mit oder ohne Orange-, Sanddorn- oder Tomatensaft den Wert der Biomaris-Niederlassung als Kommunikationszentrum zu schätzen wussten, sich mit ihren Lieblings-Produkten versorgten und auch gern mal die eine oder andere neue Kreation aus dem Meer von Angeboten mittels Pröbchen testeten.

Biomaris-Bielfeldt

Weiterlesen

FRIESENWOODSTOCK

Das erste Mal war Himmelfahrt 2009. Seitdem hat sich das von den Wangoo Diptams inszenierte Event im Rosengarten zu  einem echten Renner entwickelt. Nach der Pause im Vorjahr sorgte das diesjährige Programm für viel Beifall. Aber – so lautet die bange Frage der Wangerooger – war es der letzte Friesenwoodstock?

Ja, es sieht so aus. Leider. Aber das Festival 2017 wird allen Mitwirkenden und Besuchern in Erinnerung bleiben.  Himmelfahrt auf Wangerooge – das war wirklich wieder ein Hit. Die Trommlerinnen-Gruppe Wangooo Diptams hatte wieder die Wangerooger Kulturgruppen und zahlreiche Gäste zum Festival eingeladen. Antje Pollex hatte es sogar
geschafft, mit dem Berliner Max Buskohl einen Star der Musikbranche zu verpflichten. Und Maxe hielt, was seine vielen Fans versprochen hatten. Buskohl statt Grünkohl! Vielfalt statt Solisten. Auf dem reichhaltigen, mit viel Liebe  zusammengestellten Programm standen – natürlich auch – ein Flohmarkt sowie Auftritte der Kindertanzgruppe »Deichtänzer«, der Line Stompers, Punk-Pop aus Jever mit »Sorry 4 my generation«, Gute-Laune-Musik mit der Insel-Combo, Percussion mit »Samba For Ya« aus Bad Oeynhausen, »Alde Härn« aus Celle und Zumba mit Wangerooges Eintänzer Marc.  Mittendrin statt nur dabei sorgten die
Ameisen vom Straßentheater Pikante für Unterhaltung. Nicht nur die Kinder tanzten mit …
FOTO: EVELYN GENUIT

Friesenwoodstock

Weiterlesen

SCHIFFE DRÄNGELN NICHT

Sie genießen die Insel, das Flair, die gesunde Luft. Aber manchmal schimpfen die Urlauber auch, wenn sie am Anleger in Harle für Gepäck und Fahrkarten lange anstehen müssen. Manche drängeln. Nicht so die Schiffe »auf der anderen Seite«, draußen im Meer. parallel zur Insel verlaufen gleich drei wichtige Schifffahrtsrouten: der Elbe-Schifffahrtsweg, die Weser-Route und – am nächsten zur Insel – das Jade-Fahrwasser. Alle Güter, die per Schiff importiert werden, kommen hier vorbei. Auch ohne Fernglas kann man die Namen der Containerriesen lesen.

DIE POST IST DA
Die beiden Wangerooge-Fähren MS Harlingerland und MS Wangerooge werden zum Schiffspostamt. Dieter Stephan,  Koordinator der Eventteams der Deutschen Post Philatelie in Norddeutschland, richtete auf den Schiffen Postämter ein. Er hat nicht nur die Vereidigung und Einweisung des Personals vorgenommen, sondern auch die beiden nagelneuen  Schiffspoststempel übergeben. Damit können Briefe und Postkarten an Bord aufgegeben werden – und alle erhalten je nach Schiff den entsprechenden Stempel. Und zur Schiffsposteröffnung gab es als besondere Stempelvorlage einen limitierten  Sonderbriefumschlag, der für 80 Cent abgegeben wird. Er ist in einer Auflage von 1000 Stück vorrätig und zeigt links die beiden Insel-Fähren auf dem Weg von Wangerooge nach Harlesiel. Die Schiffspostbeauftragten haben vor Ort neben Ansichtskarten auch eine kleine Auswahl an maritimen Sonderbriefmarken, damit auf der Urlaubspostkarte von der Nordsee auch gleich das passende Porto verklebt werden kann. Die MS Harlingerland hatte schon einmal einen Schiffspoststempel – und zwar, als das Schiff noch im Helgoland-Verkehr eingesetzt wurde, weiß Dieter Stephan. »Dass nun Schiffspostämter eingerichtet werden, begann mit einer Spinnerei«, erzählt er: In Deutschland gibt es etwa 40 Schiffe – Fähren, Ausflugsschiffe und Museumsschiffe – mit Schiff-Poststelle. Und dass die Fähren der Schifffahrt- und Inselbahn ab sofort dazugehören, war eine Idee von Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis in Hamburg. Der sprach Dieter Stephan an und der wiederum Hotelier Jan Hinrichs aus Carolinensiel, der die Gastronomie auf den Insel-Fähren betreibt.

Die »MS Wangerooge« war im April das erste Schiff, in dem das Schiffspostamt eingerichtet wurde. Dieter Stephan war mit
an Bord. Es folgte dann die »MS Harlesiel«. Weil es an der niedersächsischen Nordseeküste noch mehr Schiffe gibt, war Dieter Stephan mit seinem Team auch in den darauffolgenden Wochen in der Region unterwegs: Ende April eröffnete er Schiffspoststellen auf den Schiffen »Münsterland«, »Ostfriesland«, »Westfalen« und »Wappen« der Borkum Reederei AG Ems, am 1. Mai auf dem Katamaran »Nordlicht« der Reederei und am 3. Mai auf dem Feuerschiff »Borkumriff«.
FOTO: EVELYN GENUIT

Fähren-Wangerooge

Weiterlesen

CHARLY, MAIKE UND VILLA MARIECHEN

Der Flaggenmast vor der »Villa Mariechen«, dem »Inselhuus« in der Rösingstraße 10 signalisiert, aus welchem Bundesland die Gäste in der Ferienwohnung im ersten Stock kommen. Die liebevolle Bepflanzung rund um das Haus und die Terrasse sowie die stilvolle Einrichtung strahlen pure Behaglichkeit und Willkommenskultur aus.

Da ist es auch kein Wunder, dass Maike und Volker »Charly« Langhoop ein Spiegelbild ihres sympathischen Heims sind.
Ebenso wenig verwunderlich ist es, dass sich das ältere Ehepaar (75 und 78 Jahre) über mangelnden Zuspruch der Feriengäste nicht beklagen kann. »Und wenn wir einmal keine Gäste haben, ist das auch nicht so schlimm«, verweist der freundliche Gastgeber auf die reifen Jahrgänge seiner Maike, einer Schneidermeisterin und seiner selbst. Allerdings sind beide noch sehr rüstig, unternehmen ausgedehnte Radtouren und sehen sich auf dem Festland auch mal gern andere Länder an. So wie kürzlich, als Maike und Volker Belgiens Hauptstadt Brüssel besucht hatten, dann aber wieder für ihre Besucher da waren.
»Der größte Teil unserer Urlauber sind Stammgäste, meist aus Nordrhein-Westfalen, aber auch aus anderen Bundesländern
und der Schweiz oder aus Frankreich «, verrät »Charly«, von dem kaum jemand weiß, dass er vor 75 Jahren mal als Volker  Langhoop getauft worden ist. »Ich wurde schon in der Schule so genannt«, weiß »Charly« selbst nicht mehr so genau, weshalb er diesen Namen hat. Der liebenswürdige alte Herr gehört noch zu den waschechten Insulanern, was heißt, dass er – was heute nicht mehr möglich ist, weil alle Wangerooger Kinder nur noch auf dem Festland zur Welt kommen – auf seiner Insel geboren ist. »Wir Insulaner sind eine aussterbende Rasse«, meint »Charly« mit Galgenhumor.

SCHMUCKSTÜCK IN DER RÖSINGSTRASSE
Er hat übrigens mal das Maurerhandwerk erlernt und kann also mit Fug und Recht sagen, dass er das Schmuckstück in der  Rösingstraße mit eigenen Händen gebaut hat. »Villa Mariechen«, das ist eine Erinnerung an Charlys Mutter und seine Eltern, die das 1972 erbaute Haus zunächst bewohnt hatten. Wer auf einer Insel zuhause ist, der hat meist nicht nur mehrere Berufe, sondern ist  auch Mitglied in mehreren Vereinen, und so war »Charly« auch Sänger im beliebten Shanty-Chor »De Wangeroogers«, deren Konzerte stets vor vollem Haus stattfanden, die etliche CDs herausgebracht und zahllose
Gäste mit ihrem markigen Gesang erfreut haben. »Mangels Masse« mussten sie ihren »Gesangsbetrieb« einstellen. Doch  einige von ihnen, unter ihnen auch Charly treffen sich immer noch regelmäßig an verschiedenen Orten, klönen und lassen dann natürlich auch ihre Stimmen erschallen. Bisweilen allerdings auf Beerdigungen, wenn es wieder einen »Insulaner« weniger gibt oder ein anderes Mitglied der Dorfgemeinschaft die schöne Insel verlassen hat. Doch meistens sind die Anlässe fröhlicher, was auch dem heiteren Naturell der fröhlichen (Ex-) Sänger entspricht.
TEXT: FRIEDEMANN BRÄUER
FOTOVilla Mariechen: EVELYN GENUIT

 

Weiterlesen

KABELJAU UND KLIMAWANDEL

Die Temperaturen steigen, die Gewässer werden wärmer. Das klingt im Hinblick auf den Badeurlaub vielleicht verführerisch, hat aber auch andere weitreichende Konsequenzen. Auch für den Kabeljau. Der Kabeljau: Ein kommerziell wertvoller Fisch, nicht nur an der Nordsee. Doch dem beliebten Speisefisch wird es langsam etwas zu warm in unseren Gewässern. Immerhin ist es die südliche Grenze seines Verbreitungsgebietes … Und die Temperaturen steigen. Sein
Glück: Nach Norden hin wird es ebenfalls wärmer und so wird sein potentieller Lebensraum größer. In der Nordsee
entdeckt man hingegen zunehmend Sardellen oder auch Sardinen, die sich dort nun augenscheinlich deutlich wohler fühlen. Ein weiterer Neuansiedler: Die Pazifische Auster. Im Grunde beherrscht diese, unter Feinschmeckern sehr begehrte
Muschelart, das gesamte Wattenmeer. Sie benötigt Wassertemperaturen von mindestens 18 Grad Celsius. Und das über
mehrere Wochen hinweg. In den letzten Jahren war das kein Problem für das Wattenmeer. Der Klimawandel sorgt also dafür, dass wir in unserer See immer mehr dieser für uns noch ungewohnten Meeresbewohner sichten: Die milden Temperaturen verdrängen aber gleichzeitig solche, die wir als Speisefisch kennen und lieben lernten. Die Nordsee ohne den Kabeljau: kaum vorstellbar. Vielleicht ist die »Flucht« in den Norden aber auch seine letzte Rettung, schließlich ist der Kabeljau inzwischen stark durch Überfischung Kabeljaugefährdet!
MARC OSENBERG

Weiterlesen

ÄLTESTER INSULANER: GEBOREN IM LEUCHTTURM

Er fühlt sich noch topfit. Werner Maaß ist der zehn Jahre ältere Bruder des auf der Insel bestens bekannten, ehemaligen
Rettungsschwimmers Wilhelm »Queller« Maaß. Während der mit seinem alten Fahrrad immer noch die Straßen Wangerooges
unsicher macht, lebt Werner Maaß in Uetersen. Wenn er mal nicht mit seiner Frau irgendwo auf der Welt unterwegs ist.

Werner Maaß wurde am 21.3.1923 im Leuchtturm Wangerooge geboren und kann sich »ältester Insulaner « nennen. Seine Hebamme war damals Frau Lammers, die Vorgängerin von Frau Post. Der rüstige Rentner, der 37 Jahre aus beruflichen Gründen in Schweden lebte, einen schwedischen und einen deutschen Pass besitzt, besucht jedes Jahr mehrfach »seine Insel«. Wie viele Wangerooger zog es auch ihn in die weite Welt (siehe MOINBuch »Wangerooge und der Rest der Welt).
Und wie viele Insulaner vor ihm besuchte er auch Südamerika. Vor 20 Jahren reiste Werner Maaß nach Brasilien. Was er dort in vier Wochen erlebte, berichtet er der »MOIN von Wangerooge.«

URWALD UND ZUCKERHUT
»Nach elf Stunden Flug landeten wir auf dem Flugplatz Galeao in Sao Paulo. Die Durchsagen verstanden wir nicht. Wir fanden
eine Frau, in Flugplatzkleidung. Sie sagte uns, wo es zum Inlandsflug nach Blumenau geht. Hier versammelten sich 15 Personen. Nach stundenlangem Warten und mehreren Durchsagen (für uns wieder einmal nicht zu verstehen) war es soweit. Abflug. Der Flug dauerte … Wir hätten eigentlich längst da sein müssen. Als wir dann endlich landeten, waren wir wieder in Sao Paulo. Nach abermaligem, langem Warten bekamen wir belegte Brote und etwas zu trinken. Wir wussten nicht, was geschehen war; und so fragte ich einen Herren neben mir. Auf dem Flugplatz in Blumenau gab es eine Überschwemmung. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis wir einen neuen Flug bekamen.

Wir hofften, dass der Flugplatz inzwischen wieder zum Landen freigegeben war. Wir hatten vereinbart, dass wir dort  abgeholt werden. Nach der Landung waren dann alle schnell verschwunden. Nun standen wir alleine da und warteten auf unsere Abholer. Doch niemand kam … Bis ein Angestellter des Flugplatzes auf uns zukam und wir erfuhren, dass wir schon wieder nicht am richtigen Flugplatz angekommen waren, sondern in Florianopolis! Er brachte uns zu einem Bus, der uns dann schließlich an unser eigentliches Ziel bringen sollte; die anderen Passagiere saßen schon im Bus. Unser Glück: Florianopolis liegt »nur« etwa 130km nördlich von Blumenau an der Küste. In der Nähe unseres Zielortes besuchten wir noch einen Ort mit dem Namen Pommerode, einst gegründet von Deutschen aus Pommern. Mit unserer Gastgeberin fuhren wir für einige Tage zu ihrem  Sommerhaus, das ca. 150km von Blumenau an der Atlantik-Küste liegt. Ein traumhafter
Sandstrand erwartete uns. Später wollten wir dann die größten Wasserfälle Südamerikas besuchen, die Cataratasdo Iguacu. Sie liegen mitten im Urwald am Dreiländereck Paraguay-Argentinien- Brasilien und sind nur mit dem Flugzeug erreichbar. Als es dann losging, mussten wir mit einem Bus etwa 250km nach Curitiba fahren. Dort waren wir gezwungen, zu  übernachten.

Am nächsten Morgen flogen wir dann von dort aus 630 km zu den Wasserfällen. Vor Ort gab es eine große Hotelanlage,
in der wir einige Nächte verbrachten. Die Wasserfälle selbst waren sehr imposant und wurden von den Flüssen Parana und Iguacu gespeist. Einige Kilometer entfernt machten wir noch einen Abstecher zum örtlichen (riesigen) Wasserkraftwerk, Itaipu. Man sagt, es sei eines der sieben Weltwunder der modernen Welt! Es wird von Brasilien sowie Paraguay betrieben. Übrigens: Unser Taxifahrer war auf dieser Tour gleichzeitig unser Reiseführer; er fuhr mit uns außerdem zur argentinischen Grenze, wo wir für 5$ den ansässigen Nationalpark genießen durften. Doch zurück zu den Wasserfällen: Hier liefen etliche Nasenbären ohne Scheu zwischen den Menschen, manche gaben ihnen sogar etwas zum Fressen.

AN DER COPACABANA
Auch bevor es zurück nach Blumenau ging mussten wir in Curitiba übernachten. Einige Tage darauf ging es nach Rio de Janeiro, wo wir ein Zimmer im Hotel Copacabana Ozean bewohnten. Dort stand uns des Weiteren ein Reiseführer mit Auto für vier Tage zur Verfügung. Von unserem Zimmer waren es nur 30m zur Copacabana, wo der Strand allerdings nur spärlich besetzt war. Die Saison war schon vorbei. Obwohl es bereits November war, war es aber angenehm warm. Die weltbekannte Christus-Statue steht auf dem Berg Corcovado und thront in 710m Höhe über der Stadt. Mit einer Bergbahn fuhren wir nach oben, wo sich uns ein eindrucksvoller Anblick bot. Weiter ging es zum Zuckerhut (Pao de Acucar) mit zwei Seilbahnen. Leider war dieser von Nebel umhüllt, was den tollen Ausblick von der Umsteige-Station aber nicht minderte. Der nächste Tag führte uns über eine 14km lange Brücke auf die Insel Itirot. Von hier konnten wir den Zuckerhut noch einmal von hinten sehen. Wie es so ist, war der Urlaub viel zu schnell vorbei. Rückflug nach Deutschland. Es ging mit dem Taxifahrer (425 km mit dem Auto!) zum Flughafen von Sao Paulo. Die vier Wochen vergingen, wie es so ist, wie im Flug. Doch zum Glück verlief
der Rückflug im Vergleich zum Hinflug reibungslos …«
TEXT: WERNER MAASSWerner-Maaß
FOTOS: PRIVATARCHIV

Weiterlesen

WENN SCHIFFE VERSINKEN

Raues Klima, hohe Wellen, scharfer Wind. Die Nordsee birgt auch Gefahren. Dagegen ist die Ostsee ein kleines und scheinbar ungefährliches Meer. Und doch gibt es Meldungen wie die vom Winter 2016: Vor der Insel Fehmarn sinkt der Fischkutter »Condor«.

Es gibt keinen Notruf. Die See ist ruhig. Stunden später finden Suchschiffe die Leichen der beiden Fischer. Ein Unglück, das Rätsel aufgibt und auch in der Nordsee vor Wangerooge passieren könnte. Am Morgen jenes Tages legen der Kapitän und sein Matrose mit ihrem 16 Meter langen Kutter im Hafen von Burgstaaken auf Fehmarn ab und fahren raus zum Fischfang. Wie die »Lübecker Nachrichten« schreiben, hätten sie gegen Mittag Unterstützung bei ihrer Rückkehr in den Hafen von Burgstaaken angefordert, weil sie so viel Fisch gefangen hätten. Das war der letzte Kontakt. Als die Condor gegen 18 Uhr noch immer nicht zurück ist, wird eine Such- und Rettungsaktion gestartet. Was in der Zwischenzeit geschieht, liegt bis heute im Dunkeln.
Fakt ist: Am Tag des Untergangs herrscht klare Sicht bei Windstärke vier aus südlicher Richtung. Laut Radaraufzeichnungen verschwindet die Condor nicht plötzlich. Sie verharrt einige Zeit auf der Stelle. Ein Indiz, dass der Kutter nicht schnell untergegangen ist. Der Unglücksort liegt etwa 6,5 Kilometer vor der Ostküste Fehmarns. Es wird kein Notrufsignal abgesetzt.

Eine Seenotfunkbake, die bei Kontakt mit Wasser automatisch ein Signal senden soll, bleibt stumm und unauffindbar. Die Rettungsinsel bleibt am Schiff hängen, anstatt sich zu lösen und aufzublasen. Das Wrack weist beim Auffinden keine äußerlichen Beschädigungen auf. Fotos der Bergungsarbeiten zeigen aber einen großen Riss auf der Steuerbordseite. Zwei Stunden nach Beginn der Suchaktion werden im Wasser treibende Fischkisten entdeckt. Kurz darauf die leblosen Körper der Fischer. Sie tragen keine Schwimmwesten. Der Kapitän hat aber einen Rettungsring umgelegt. Die Obduktion ergibt später: Die Seemänner sind nicht ertrunken, sondern im vier Grad kalten Wasser an Unterkühlung gestorben. Das Wrack ortet man erst vier Wochen später. Auf der Insel Fehmarn ist man ratlos. »Es war bestes Fischereiwetter. Kein spiegelglattes Meer, aber auch keine hohen Wellen. Die Sonne schien«, sagt Benjamin Schmöde, Geschäftsführer der Fischereigenossenschaft Fehmarn, zu t-online.de. Der Kapitän (52) und sein Matrose (45) seien erfahren und zuverlässig gewesen. Wen und warum die beiden angefunkt und um Hilfe bei der Rückkehr gebeten haben, kann Schmöde nicht sagen. Vielleicht sollte jemand bei der Verarbeitung des Fischs helfen, aber das sei nur eine Mutmaßung. Zu den Spekulationen um die Unglücksursache möchte er sich nicht äußern. Er kenne die Familien. Das Ganze sei schon tragisch genug.

SCHIFF HATTE SCHON DAS »LEICHENHEMD« AN
Ist die Ursache des Untergangs vielleicht im Alter des Schiffes zu suchen? Auch wenn die Condor in einem guten technischen Zustand gewesen sein soll, sie war nicht mehr die Jüngste. Gebaut 1943, der Rumpf ist aus Holz. Der Journalist und Schiffsexperte Lutz Riemann, Mitautor des Buches »Der Fall Beluga: Ein Unglück auf der Ostsee und wie es vertuscht wurde«, verrät im Gespräch mit t-online.de: »Man sagt, sie hatte schon ihr Leichenhemd an.« Das bedeutet, der Holzrumpf wurde nach außen mit Polyester oder Epoxyd in Verbindung mit Glasfasergewebematten laminiert. Diese Schicht bildet eine zweite Außenhaut, birgt aber bei alten Schiffen die Gefahr, dass das Holz darunter zu gammeln beginnt, wenn es beim Aufbringen des Laminats nicht richtig trocken ist. Riemanns Vermutungen decken sich mit den Aussagen von Jens Pap, dessen Bergungsunternehmen das Wrack der Condor vier Wochen nach dem Untergang aus 22 Metern Wassertiefe holte und zur Untersuchung nach Rostock brachte. »Der Schiffsrumpf ist laminiert«, bestätigt er. Und er kann den großen, sichtbaren Riss in der Bordwand des Kutters erklären: »Dieser Riss geht nur durch die laminierte Schicht. Während der Bergungsarbeiten ist diese Schicht beim Absetzen gerissen, weil sie unter Spannung stand.« Der Holzrumpf darunter sei, soweit erkennbar, unbeschädigt. Auffälligkeiten, die auf die Unglücksursache deuten könnten, hätten die Bergungstaucher nicht entdeckt. Jedoch befanden sich an Deck Netze mit noch lebenden Fischen. Die Netze wurde aufgeschnitten, um die Fische frei zu lassen und die Sicherheit der Taucher zu gewährleisten.

seenotretter
UNTERSUCHUNG KANN EIN JAHR DAUERN
Die Nachricht von den vollen Netzen befeuert nun die Gerüchte, nach denen das Schiff beim Heben des Fangs durch eine Verlagerung des Schwerpunktes gekentert sein könnte. Doch daran glaubt der Experte Lutz Riemann nicht. »Dazu war die Besatzung zu erfahren. Die lassen ihren Kutter nicht beim Einholen der Netze kentern.«
Wie viel Fisch gefangen wurde, müsste im Fischereilogbuch des Schiffes stehen. Das zu führen, sind die Fischer verpflichtet. Auch auf See. Doch ob das Buch gefunden und geborgen wurde, darüber gibt es keine Auskunft. Die Bergungsmannschaft jedenfalls habe keins gesehen, so deren Chef Jens Pap. Verantwortlich für die Aufklärung solcher Unfälle ist die Bundesstelle für Schiffsunglückuntersuchung (BSU). Doch dort hält man sich bedeckt. Bis ein endgültiges Untersuchungsergebnis vorliegt, kann ein Jahr vergehen, heißt es auf Anfrage. Die Untersuchungen in Rostock seien zwar vorerst abgeschlossen, doch nun müssen die Gutachten erstellt werden und »die brauchen ihre Zeit«. Neben der Überprüfung der Maschinenanlage und des Equipments sowie des Rumpfes werde »eine mögliche Überladung des Schiffs Gegenstand der Untersuchung sein«, so ein Sprecher.
GEFÄHRLICHE REVIERE
Aber auch ohne Überladung und trotz bester Wetterbedingungen – Gefahren lauern in der Ostsee überall. Sie ist ein gefährliches Revier und gehört zu den am stärksten befahrenen Gewässern der Welt. Dabei ist die Ostsee mit einer Fläche von rund 420.000 Quadratkilometern nur ein kleines Binnenmeer, aufgeteilt in viele Buchten und durchzogen von vielen Inseln. Rund 1.800 Schiffe, Frachter, Fähren und Tanker, sind tagtäglich zwischen Finnland und Dänemark unterwegs. Fischkutter, Segler und Sportboote nicht mitgezählt. Viele der großen Schiffe fahren unter Billigflagge, sind zum Teil schlecht ausgerüstet. Es herrscht hoher Termindruck. Dazu kommen in dem durchschnittlich nur 55 Meter tiefen Meer gefährliche Untiefen und Sandbänke, viele Wracks sowie die Altlasten des Zweiten Weltkriegs: jede Menge Munition, von Seeminen bis zu chemischen Kampfstoffen. So bleibt der Untergang der Condor weiter rätselhaft. Warum sank sie? Und warum gaben die Seeleute keinen Notruf ab und begaben sich in eine Rettungsinsel? Vor allem für die Angehörigen der ums Leben gekommenen Seemänner ist das keine leichte Situation. Wollen Sie doch endlich wissen, warum die beiden Fischer starben. Doch ob technischer Fehler oder menschliches Versagen – der Fall zeigt, dass sich direkt vor unserer Küste ein Schifffahrtsdrama abspielen kann, von dem im Moment der Katastrophe niemand etwas mitbekommt und dessen Ursachen völlig im Dunkeln liegen.

FOTO: BERND STENGER

Weiterlesen

ROBBEN IM MÜLLSACK

Was haben ein niederländischer Fußballprofi und ein um Wangerooge beheimatetes Tier gemeinsam? Nun, abgesehen vom Namen verbindet sie auf den ersten Blick nicht sehr viel. Jedoch sorgte Arjen Robben im vergangenen Monat mit seinen Teamkollegen dafür, dass eine altbekannte Bedrohung für die Seerobben abermals zum Gesprächsthema wurde.

Plastikmüll in den Weltmeeren wird vielen Meeresbewohnern immer wieder zum Verhängnis. Auch vor Wangerooge haben viele Robben mit Ozeanabfällen zu kämpfen. Die Stars des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München mit dem Niederländer Arjen Robben, machten im November auf besondere Art und Weise auf diesen Umstand aufmerksam. Am 05.11.16 stand die Ausstattung der Münchener im Mittelpunkt. Grund dafür war das Trikot der Spieler. Es bestand aus Garnen und Fasern, die aus recycelten und aufbereiteten Plastikabfällen gefertigt wurden, welche zuvor an der maledivischen Küste eingesammelt wurden. Mit dieser Aktion versuchte Ausrüster Adidas auf ein beachtliches Problem aufmerksam zu machen, denn immer mehr Tiere werden Opfer von umher schwimmenden Plastikteilen, an denen sie sich verletzen oder in ihnen verfangen können.

»PLASTIC IS FOREVER« Doch was genau passiert mit dem Müll im Ozean? Grundsätzlich wird der Plastikmüll oftmals im Meer entsorgt und dort durch Winde, Wellen und Strömungen verteilt. Allerdings wird er nicht ausschließlich in seiner ursprünglichen Form zur Gefahr für die Meeresbewohner. Auf langer Hinsicht (dieser Vorgang dauert bis zu 600 Jahre) sorgen Meeressalz und intensive Sonneneinstrahlung dafür, dass sich größere Teile in winzige Plastikteilchen (Mikroplastik) zersetzen. Diese sinken wiederum an den Meeresgrund und werden von Krebsen oder Fischen aufgenommen. Auf diesem Weg gelangt der Müll in die Nahrungskette, wird von Vögeln und Robben gefressen, und irgendwann auch von den Menschen in Form von Fisch und Meeresfrüchten konsumiert.

FILMSTART AUF WANGEROOGE Gerade in der heutigen Zeit wird unser Umgang mit der Umwelt immer wichtiger. Aktionen wie die der Bayern und Adidas sorgen für die nötige Aufmerksamkeit. Jedoch ist es letztendlich jeder Einzelne, der die Verantwortung für sein Handeln übernehmen muss. Der Filmemacher Wolf-Dietrich Hufenbach will mit seinem Film »Permanent: Plastic is Forever« noch weiter auf die oben geschilderte Thematik eingehen. Mit den Dreharbeiten zum Film über Plastikmüll im Meer und die Folgen, hatte Hufenbach bei den ersten Wangerooger Müllsammeltagen im Sommer begonnen. Bei dieser Aktion waren mehr als 30 Müllsammler dem Aufruf von Mellumrat, Zukunftswerkstatt, dem Nationalpark-Haus, sowie der Gemeinde-/Kurverwaltung gefolgt, um dann am Strand all das aufzusammeln, was dort nicht hingehört. Auf der Zedeliusstraße wurde im Anschluss außerdem ein Strandmüll-Sortierungsplatz eingerichtet. Der Film wurde am 12. November im Wangerooger Rosenhaus uraufgeführt. Danach stand der Regisseur für offene Fragen der Zuschauer zur Verfügung.

muellsammeltag-wooge

TEXT: MARC OSENBERG

Weiterlesen

DER TOTE WAL UND DAS MASSENSTERBEN

pottwal-woogeIm vergangenen Winter sorgte der erste auf Wangerooge angeschwemmte tote Wal für Aufsehen.  Die MOIN berichtete ausführlich über die Ursachen und Folgen.

Fünf große Massensterben hat es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gegeben. Wissenschaftler befürchten, dass die Menschheit gerade ein sechstes auslöst. Ob es dazu kommt, ist noch offen. Paläontologen machen jedoch bei dem, was heute in den Meeren geschieht, ein neues Muster aus: Anders als früher verschwinden vor allem große Tiere, wie auch Dagmar Roehrlich in einem Beitrag für den Deutschlandfunk feststellte. Was derzeit in den Meeren geschieht, hat keine Parallele in der Erdgeschichte. Mit die sem Ergebnis hatte Jonathan Payne von der Stanford University nicht gerechnet. Zusammen mit seiner Arbeitsgruppe hat er sich angeschaut, welche Tierarten heute in den Ozeanen vom Aussterben bedroht sind. Und dieses Muster verglich er dann mit dem, was in der Vergangenheit passiert ist: »Anders als früher ist heute das Aussterberisiko eng mit der Körpergröße verbunden: Große Arten sind generell stärker vom Aussterben bedroht als kleine – und zwar gilt das für alle, gleichgültig, ob es sich um Fische handelt, Muscheln oder Schnecken.«

Hingegen lässt sich für die vergangenen 445 Millionen Jahre statistisch kein Zusammenhang zwischen Körpergröße und dem Risiko auszusterben feststellen: Wenn wir uns also fragen, ob wir etwas aus der fossilen Überlieferung darüber lernen können, was heute geschieht, heißt die Antwort wohl: Nein. Dabei laufen derzeit genau die Prozesse ab, die auch früher Auslöser von Katastrophen waren – allerdings ohne dass der Mensch sie antrieb: globale Erwärmung, Meeresversauerung, das Absinken des Sauerstoffgehalts im Wasser. Und doch ist das »Aussterbemuster« anders. Wir schließen daraus, dass der Mensch ganz unmittelbar hinter der aktuellen Entwicklung steckt: Die wahrscheinlichste Erklärung dafür, dass heute vor allem die großen Arten bedroht sind und nicht die kleineren, ist schlicht und einfach die Überfischung.

DER MENSCH STECKT HINTER DEN PROBLEMEN

Bringt der Mensch durch Überfischung die größeren Tierarten zum Verschwinden, dürfte das über Jahrmillionen hinweg schwerwiegende Konsequenzen haben. Selbst wenn rein zahlenmäßig weniger Arten verloren gehen als bei den Massenaussterben früherer Zeiten. Schließlich sind die großen Arten zentrale Mitspieler in den Ökosystemen. So formen sie als »TopRäuber« Nahrungsnetze. Wo beispielsweise Haie fehlen, geht die Artenvielfalt insgesamt zurück. Große Arten sind auch sehr effizient darin, Nährstoffe – etwa über Fäkalien – in der Wassersäule zu verteilen. So sind sie ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, wo Tiere und Pflanzen gedeihen können und wo nicht. Immerhin habe die Erkenntnis, dass heute der Mensch durch die Fischerei hinter den Problemen stecke, etwas Gutes, urteilt Jonathan Payne: »Wenn bereits der Klimawandel hinter dem Muster stecken würde, die Meeresversauerung und das Anwachsen sauerstoffloser Zonen, dann ließe sich das nur schwer umkehren. Denn selbst wenn wir jetzt in diesem Moment aufhörten, Kohlendioxid zu emittieren, die Folgen werden uns über Tausende oder Zehntausende Jahre hinweg begleiten. Biologische Populationen hingegen erholen sich sehr schnell, wenn man sie lässt.« Und weil die großen Arten erst vom Aussterben bedroht sind und noch nicht verschwunden, wäre schon viel gewonnen, wenn man die Überfischung stoppte. Damit hängt auch in diesem Punkt derzeit die Frage nach der Zukunft der Meere vor allem von der Vernunft der Menschheit ab.

Weiterlesen

HALLELUJAH!

Was machen die Theaterstars, Gospels und Diptams im kalten Insel-Winter?

Keine Frage: Mit seinen melancholischen, poetischen und philosophischen Songs hat er Musikgeschichte geschrieben. In diesen Wochen trauern nicht nur Wangerooger Künstler und Prominente weltweit um den legendären kanadischen Künstler Leonard Cohen, der im November im Alter von 82 Jahren verstorben ist.

s eine Texte handelten oft vom Tod. Doch so nah wie in diesem Jahr kam Cohen seinen Zuhörern mit dem Nachdenken über Abschied und Loslassen noch nie. Er werde angesichts nachlassender Gesundheit einige noch unfertige Songs wohl nicht mehr beenden können, erzählte Cohen in einem Interview kurz vor der Veröffentlichung seiner 14. Studioplatte in knapp 50 Jahren. »You Want It Darker« erschien einen Monat nach seinem 82. Geburtstag. Die Zukunft sei ungewiss, er sei »zum Sterben bereit«, sagte Cohen dem »New Yorker«. Und fügte lakonisch hinzu: »Ich hoffe, es wird nicht allzu unbequem …« Hallelujah – den von Cohen in der ihm eigenen Art interpretierten Song übernahm auch der Wangerooger Gospelchor Vocal Waves in sein Programm. Im Winter erscheint die neue CD des bekannten Chors. Genau: Ende Januar 2017. Bis dahin heißt
es auch bei den Sängerinnen und Sängern: Üben, üben, üben …

KEINE WINTERPAUSE Obwohl es im letzten Sommer ruhig um die Theater-Crew geworden ist, so ist sie im Winter voller Tatendrang. Es gibt sie noch, die Kultur-AG der Inselschule, die ja durch die Einrittsgelder der jährlichen Auftritte finanziert wird. Im grauen November war auch das Ensemble eingeladen, eine gemeinsame, kleine Reise zu unternehmen. Karl Sohns, Ursel Huber, Antje Pollex sowie Klaus Brüggerhoff und Elke Gerdes begleiteten die fünf Mädels der Kultur-AG nach Bremerhaven. Kaum angekommen gab es auch schon eine geführte Hafenbesichtigung, gefolgt von einer atemberaubenden Musical-Aufführung im großen Haus des Stadttheaters. Ein bisschen gruselig wurde es bei »Dracula«, der als sehr mo
derne Musical- Inszenierung die zehn Besucher von der Insel schwer beeindruckte.

Am folgenden Vormittag wurde das Programm bei einer informativen und höchst interessanten Führung durch das Stadtmuseum Bremerhaven abgerundet. Außerdem gehen die Proben für das neue Stück »Drei Damen und ein toter Kater« weiter. »Wir sind voller Motivation«, betonte Antje Pollex. Die Premiere wurde dieses Mal in den Winter verlegt. Voraussichtlicher Termin hierfür ist der 9.12. um 20.30 Uhr in der Aula der Inselschule.
TROMMELN FÜR W’OOGE Die Trommelgruppe »Wangoo Diptams« begrüßte ihren langjährigen Coach Mario Scholz aus Bad Oeynhausen mit seiner Lebensgefährtin Jutta auf Wangerooge. Das Insulaner-Treffen auf Spiekeroog (3. bis 5. März 2017) ist nicht mehr lang hin, also musste ein neues Stück her, denn die Damen wollen wie bei allen ihrer Auftritte bei »Insulaner Unner Sück« wieder angenehm überrraschen. Zwei Tage wurden kreative Ideen ausgefeilt und stets im Rhythmus stundenlang geprobt, bis spät in die Abendstunden. Was dabei herausgekommen ist, wird an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten. Und wenn so oft die Frage der Insel-Gäste in der Hauptsaison gestellt wird »Was machen Sie eigentlich im Winter?« so kann so mancher Inselbewohner getrost antworten: »Langeweile haben wir nie.«

2016-12-26_171004

Weiterlesen