Monthly Archives September 2014

Kurt Weigel sagt leise Servus

Er ist (noch) eine Institution, ein beliebter Pfarrer, der nicht nur auf Wangerooge,sondern auch auf dem Festland viele Freunde hat. Aber – Kurt Weigel wird seine ach so geliebte Insel verlassen
Vor 20 Jahren kam Weigel nach Wangerooge. Ostern 2015 soll er verabschiedet werden. Kurt Weigel macht dann in der Katholischen Gemeinde St. Willehad Platz für Egbert Schlotmann. Der 52 Jahre alte, derzeit noch Spiritual am Exerzitien- und Bildungshaus Gertrudenstift in Rheine und Pfarrer in zwei Pfarreien, wurde beim Kontaktgespräch unter Leitung von Offizialatsrat Bernd Winter dem Kirchenausschuss vorgestellt.
Wer ist der neue Pfarrer? Egbert Schlotmann kennt den Norden des Oldenburger Landes von mehreren Dienstjahren her – die Insel Wangerooge allerdings noch nicht. Er empfing 1989 nach Theologiestudium und Priesterseminar in Münster die Diakonenweihe, im folgenden Jahr die Priesterweihe. Als Seelsorger arbeitete er in Wildeshausen und Beckum, Wilhelmshaven, Duisburg und Marl. 1998 trat er ins Kapuzinerkloster Zell ein, im August 1999 wurde er Pfarrer in Dorsten, 2003 Dechant. 2008 wechselte Schlotmann als Pfarrer ans Forum St. Peter in Oldenburg. Seit 2012 ist er Spiritual des Gertrudenstifts in Rheine, Priester und Caritaspfarrer.
Interessant für die Wangerooger: Nebenher absolvierte Schlotmann eine Ausbildung in Geistlicher Begleitung und Ehe-Familien-Lebensberatung.

50 JAHRE ST. WILLEHAD-KIRCHE

Kurt Weigel und Weihbischof Heinrich Timmerevers

Kurt Weigel und Weihbischof heinrich Timmerevers

Die katholische Kirchengemeinde Wangerooge feierte Ende Juli 2014 »50 Jahre Kirchweihe der St. Willehad-Kirche.« Die

Kirche wurde von 1962 bis 1964 errichtet – die 1901 gebaute erste katholische Kirche war 1945 zerbombt worden. Zum Kirchweihjubiläum gestalteten Weihbischof Heinrich Timmerevers aus Vechta und Wangerooges Pfarrer Kurt Weigel einen Festgottesdienst, dem das traditionelle Singen am Feuer im Innenhof folgte. Der zweite »Jubeltag« begann erneut mit einem Pontifikalamt mit sechs Wangerooger Jugendlichen, die vom Bischof das Sakrament der Firmung erhielten. Auf dem Kirchplatz und im Haus Meeresstern gab es danach ein buntes Programm.

 

Foto: Evelyn Genuit

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Nachwuchs für den Yachtclub

Wasser, Wind und Wellen – für viele Wangerooger sind die drei »W« der Stoff aus dem die Träume sind. Jetzt auch für vier Jungs von der Insel.

Wangerooger Yachthafen

Wangerooger Yachthafen

Vor einigen Jahren konnten die Kinder von Wangerooge unter Anleitung von Claus »Onno« Reiners von der »Pike auf« das Segeln lernen. In kleinen »Optis« wurde gegen Wind, Sandbänke und hohe Wellen gekämpft, dazu Extra-Kentern geübt. Am Ende des harten Trainings gab es nach einer professionellen Prüfung den Segelschein.
Leider kann der Wangerooger Yacht-Club heute nicht mehr mit einem entsprechenden Segelcoach für Kinder aufwarten.
Deshalb kam einigen Insidern die Idee, vier kesse Jungs im Teenager-Alter einzuladen, an den Wochenenden mit auf die Boote zu steigen und alles zu erlernen, was den Atem beraubend schönen Segelsport so ausmacht: Segel falten, Knoten binden, Ruder richtig einsetzen, Gewicht verlagern und – natürlich – die Fachausdrücke richtig einsetzen. Dafür gab es nachher zwar keinen Schein. Dafür aber die Hoffnung, dass die Motivation und die Freude an diesem schönen Sport anhält, um später vielleicht einmal ein eigenes Boot durch die Kraft des Windes über die
hohe Gischt zu peitschen.
Bei der Regatta des Wangerooger Yachtclubs »Rund Wangeroog 2014« für Kielyachten, Mehrrümpfer, Kielschwerter, Jollenkreuzer und Wattenkreuzer feierte dann das Insel-Quartett einen ersten Achtungserfolg, nämlich den dritten Platz in der entsprechenden Boots-Klasse.
Für Matti Jackisch, Jan-Ole Scatturin, Leonardo van Allen und Max Betha war es ein tolles Erlebnis. Ob sie im nächsten Jahr auch wieder dabei sind, wenn es heißt »Rund Wangeroog 2015«?

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Beitrag und Fotos Antje Pollex

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Überraschungsfund im Ostgrodendeich

 

Überraschungsfund im Ostgrodendeich

Fotos: Peter Tigges

Seit Ostern 2014 wird die Erhöhung des Ostgrodendeiches durchgeführt. Im östlichen Teil des Deiches wurden in diesem Super-Sommer große Mengen Metallschrott gefunden, die vermutlich aus den Zwanzigern des 20. Jahrhunderts stammen.

Insgesamt 3,5 Tonnen liegen nun zum Abtransport auf dem Gelände des Zwischenlagers am Deich. Peter Tigges,
bester Wangerooge-Kenner aus dem westfälischen Hagen (Moin 4/14) hatte in einem Buch des Wangeroogers Inselchronisten Jürgen Jürgens (88) über die Eindeichung des Ostgrodens von 1923 -1925 gelesen, einen
Zusammenhang vermutet und Jürgens über den Schrott informiert. Jürgens wusste, dass 1923 neunzig Erwerbslose aus WHV Rüstringen, Jever und dem Ruhrgebiet mit Schubkarren und Loren den Wattboden an die Baustelle gebracht hatten. Das war aber nicht effektiv, und die Arbeiten dauerten länger als erwartet. Daher wurde eine Firma aus Wilhelmshaven beauftragt, die Arbeiten im Maschinenbetrieb durchzuführen.
Im Jahre 1925 konnte dann der Deichbau beendet werden. Die 2325 Meter kosteten damals 500.000 Mark. Die zum Transport eingesetzte Feldbahn samt Schienen und Loren hatte man offensichtlich damals einfach im Deich »entsorgt
«.
Da der Kampfmittelräumdienst routinemäßig den Deich vor Beginn der aktuellen Arbeiten überprüfte, fand man mit den Suchgeräten große Mengen Metall. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass dieser Bereich bei einer Sturmflut unterspült würde. So entschloss man sich das Metall zu bergen.
Peter Tigges besuchte mit Jürgen Jürgens den Betriebshof. Bauleiter Ehmen vom NLWKN führte die beiden an die Lagerstelle. Nachdem mit einer Drahtbürste der Rost entfernt war, fanden sie auf einer Lore einen Schriftzug, der deutlich auf die Verbindung in die 20er Jahre schließen lässt.

90 Jahre im Deich 2
»Damit ist eigentlich bewiesen, dass die Eisenteile 90 Jahre im Deich geschlummert haben «, erklärte Jürgen Jürgens und will nun prüfen lassen, ob einige Teile für das Wangerooger Inselmuseum zu gebrauchen sind.

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Russisches Krabbenpulen

Sergej Raskin ist zwar Ingenieur der Radiotechnik. Er arbeitet aber seit vielen Jahren als Musikmanager im Rock- und Klassikbereich.

Krabben pulen

Kraben pulen mit Christiane Marx (rechts) und ihren Freunden aus Russland. Foto: Antje Pollex

Marina Pawlowa ist ausgebildete Violinistin. Die Gäste aus Russland genossen die Tage auf Wangerooge bei Christiane
Marx. »Er ist mein alter Freund aus Studienzeiten, und ich habe ihn kennen gelernt, als ich das Wintersemester 1989/90 zum Russischstudium in Moskau verbracht habe«, erklärte die in Münster lebende Wangeroogerin. 1991 war er mit seiner russischen Rockband, die er damals managte, in Münster zu Konzerten. Die MOIN berichtete, dass Christiane
Marx von 2001 bis 2007 für den Deutschen Akademischen Austauschdienst in Moskau war und dort am Moskauer Energietechnischen Institut Deutsch unterrichtete.
»Während der ganzen Zeit hat sich die Freundschaft zwischen Sergej und mir erhalten und immer, wenn ich nun Moskau besuche, wohne ich bei ihm und Marina. Mit der Einladung nach Wooge konnte ich mich eine wenig revanchieren für die russische Gastfreundschaft.«
Die Revanche glückte: Sergej und Marina fühlten sich wohl und wissen nun auch, wie Krabben gepult werden. Den Kopf der Krabbe zwischen zwei Finger nehmen und durch Knicken oder Drehen vom Körper lösen …

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Der Hafenschutzdamm

Hermann Goldschweer hat die Welt gesehen, ist auf den dicksten Pötten geschippert und war jahrzehntelang der Boss im Hafen von Wangerooge. Mit 63 Jahren ging er »von Bord«, als Hafenmeister in Frührente und genießt nun die Ruhe in seinem Domizil am alten Deich.

Foto: Manfred Osenberg

Foto: Manfred Osenberg

Versteht sich, dass der bärtige Seemann aber immer noch für die diversen Baustellen auf 0»seiner« Insel interessiert. Er hat registriert, dass zum Beispiel der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) planmäßig den Sandeinbau zur Verstärkung der Harlehörn-Düne abgeschlossen hat. Spülrohre und Baustelleneinrichtung wurden bereits wieder zurückgebaut und abtransportiert.
Insgesamt wurden seit Juni im Auftrag des NLWKN rund 120 000 Kubikmeter Sand zur seeseitigen Verbreiterung der Düne und zur Erhöhung des Strands eingespült. Die Profilierung entlang der rund 800 Meter breiten Einbaustrecke erfolgte mit Planierraupen und Baggern. Sand gibt es zwar reichlich auf der kleinen Insel. Aber gleich 120 000 Kubikmeter?
Tatsächlich stammt der Sand aus einer Sandbank nahe am Hafen. Er wurde von einem Nassbagger entnommen und per
Rohrleitung zur Düne transportiert. Die Folge: »Mit dieser Verstärkung auf eine Gesamtbreite von 40 Metern ist die Sturmflutsicherheit der Düne für die kommende Sturmflutsaison wieder gegeben«, betonte Frank Thorenz, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney. Ein Durchbruch der Düne würde den Hafen vom Rest der Insel abschneiden.
Und warum wird Heu in die Sandabdeckung eingearbeitet? Nun, das Heu verhindert, dass der Sand durch den Wind abgetragen wird und die Dünen schwächt. Die Arbeiten übernimmt der Betriebshof Wangerooge des NLWKN mit eigenem Personal. Die Kosten der Maßnahmen betrugen ca. eine Million Euro. Daran beteiligt sich das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven mit zehn Prozent, da der nördliche Abschluss der Harlehörn-Düne in Verantwortung
des Bundes steht.
Übrigens: Hauptursache für den Handlungsbedarf war die schwere Sturmflut vom 6. Dezember 2013, die knapp drei Meter über dem Mittleren Tidehochwasser auflief und Dünenabbrüche von bis zu 13 Metern Tiefe auf einer Länge von etwa einem Kilometer hinterließ. Die parallel laufenden Arbeiten am ersten Bauabschnitt (MOIN 4/14) zur Verstärkung des Ostgrodendeichs auf Wangerooge dauern nach Auskunft des Landesbetriebs noch bis in den Herbst an. Der
Sturmflutschutz und die Bestandssicherung der Insel Wangerooge werden auf insgesamt 11,3 Kilometern Länge durch Schutzdünen, fast sechs Kilometer lange massive Uferschutzwerke und 23 Buhnen sowie an der Wattseite durch fast sechs Kilometer lange Hauptdeiche sichergestellt.

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Die neue Moin Website

Wir heißen Sie willkommen auf der neuen Moin-Website mit einem Sommerbild vom Wangerooger Strand.

Wangerooge vom Oststrand her gesehen

Wangerooge von Strand aus gesehen

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