Monthly Archives April 2015

Wie kommt der Müll auf die Insel

Friedrich-Wilhelm Petrus hat bekanntlich seinen Dienst für die Inseltiere aufgegeben. Mit 77 darf er das auch. Aber auch Petrus macht sich Sorgen. Wie an den anderen Nordseestränden gibt es auf Wangerooge viele Fundsachen – wie Marco Seng in der Nordwest-Zeitung schrieb.

Die beiden Männer in ihren blauen Anoraks stemmen sich gegen den Sturm. Windstärke acht und mehr am Rysumer Nacken,Müll-am-Meer-1 der Regen peitscht aus Südwest. Plastikmüll weht übers Land, bleibt hinterm Deich hängen, im Schilf, an den  Muschelbänken. Onno K. Gent, hauptamtlicher Ranger der Nationalparkverwaltung Wattenmeer und Uwe Schramm, ehrenamtlicher Ranger, sind nicht begeistert, von dem, was sie da unten sehen. Im Deichvorland von Loquard, nördlich von Emden, schillert das Ergebnis der letzten Sturmflut in Farben, die in der grauen Jahreszeit nicht recht in die Natur passen wollen. Ein blauer Plastikbehälter rottet im nassen Gras vor sich hin, ein weißer Stuhl, ein gelber Deckel. Meterhoch habe sich der Müll nach der Sturmflut vor einem Jahr am Strand aufgetürmt, erzählt der 74-jährige Schramm. Wind und Wasser haben den Unrat gleichmäßig über das alte Spülfeld verteilt. Niemand räumt auf. Wenige hundert Meter weiter  nordwärts hinterm Campener Leuchtturm noch eine »problematische Ecke«. Vom Deich aus erblicken Gent und Schramm einen Mann mit gelbem Südwester, der in der Schutzzone spaziert. Nicht erlaubt, machen ihm die Ranger klar. Er suche nach Flaschenpost, erklärt der Mann auf platt. »Nicht gerade ein Hotspot für Flaschenpost«, schmunzelt der 58-jährige Gent, als sich der Eindringling getrollt hat.

Dafür aber ein Sammelpunkt für Plastikmüll aller Art. Schramm hat hier vor einigen Wochen aufgeräumt: Flaschen, Dosen, Netzreste. Doch die Schiffe, die in der Emder Bucht fahren, sorgen ständig für Nachschub: Zack, einfach über Bord mit den leeren Farbdosen, Fetteimern, Reinigungsmittelbehältern. Strömung und Wind treiben den Schiffsmüll zur Muschelbank. Es werde immer mehr angetrieben, meint Schramm. »Das ist ein globales Problem«, sagt Gent. »Aber man darf deshalb hier die Augen nicht verschließen.« Ein Trupp Sanderlinge trippelt hektisch über die vermüllte Muschelbank. Ein Schwarm Austernfischer fliegt gegen den Wind an. »Die Touristen machen das nicht«, betont Schramm. Seit 20 Jahren kümmert sich der Pewsumer um den Strand in der Krummhörn. »Mein ganzes Leben lang bin ich schon Naturschützer.« Der  rtenschutzund
Salzwiesenexperte Gent wünscht sich ein paar mehr fleißige Hände, um den Müll zu sammeln. Die Jungs vom  Bundesfreiwilligendienst zum Beispiel, die Vögel zählen im Nationalpark. Und natürlich müssten die Landkreise bei der Entsorgung helfen.
Müll-am-MeerGefahr für Tiere Anderer Ort, gleiches Thema. Dangast am Jadebusen. Kalter Wind aus Nordost. Es riecht nach Schnee. In der Geschäftsstelle des Mellumrates betrachtet der Vereinsvorsitzende Thomas Clemens schockierende Bilder von Müllopfern in der Deutschen Bucht: eine Trottellumme, erdrückt von einem Rexgummi, ein Taschenkrebs verheddert in Angelschnur, eine Scholle, gefesselt von einem Gummiring, ein Basstölpel, erhängt in Netzresten. Clemens schüttelt den Kopf. Die  Verschmutzung der Weltmeere sei eine Gefahr für Mensch und Tiere, sagt er. »Der Müll wirkt als Todesfalle über Jahrzehnte und Jahrhunderte «, warnt der Naturschützer. »Und der Strandmüll ist nur der sichtbare Teil der Meeresverschmutzung.« Die  Spitze des Eisbergs sozusagen. Seit mehr als 25 Jahren sammelt der Mellumrat die Daten von Müllteilen im  iedersächsischen
Wattenmeer, wertet sie aus. Ergebnis: Die Menge an Müll ist seit Mitte des 20. Jahrhunderts drastisch gestiegen. Das gilt auch für Hamburg und Schleswig-Holstein, wahrscheinlich sogar weltweit. Alleine in der Nordsee sollen bis zu 20 000  Tonnen Müll schwimmen oder liegen. Aber das ist nur eine Schätzung. »Es ist so, dass es keinen Strand mehr gibt ohne Müll«, berichtet Clemens.
Gut, Abfall gibt es, seit es Menschen gibt, seit der Steinzeit. »Die heutigen archäologischen Fundstätten sind die Müllkippen  von damals«, sagt der Naturschützer. Mit dem großen Unterschied, dass Menge und Lebensdauer des Mülls sich dramatisch verändert haben. »Produkte aus Ton, Glas oder Holz richten beim Zerfall keinen Schaden an«, erklärt Clemens. Plastik und Kunststoffe indes schon. Der Makromüll zerbröselt ganz langsam zu Mikromüll. Das Mikroplastik kommt über Fische in die Nahrungskette – und in den Menschen. Auch in Vögeln, Robben und Krabben wurde es gefunden. Mikroplastik wirke zudem wie ein Schwamm, sagt Clemens. »Es bindet Schadstoffe wie Arsen, Cadmium, Blei, Schweröle.« Die Folgen?

Unfruchtbarkeit?
Krebs? Wahrscheinlich. Nach Angaben von englischen Forschern bestehen bereits 15 bis 20 Prozent der Strände aus Plastikpartikeln. Der Nordsee-Müll sammelt sich nach den Erkenntnissen der Umweltschützer vor  allem an den  Inselstränden. Scharhörn ist stark betroffen, Mellum und Minsener Oog. Auf diesen unbewohnten Eilanden gibt es keine Kurverwaltung und keine Müllabfuhr. Woher kommt der Abfall? Clemens zuckt die Schultern. »Es ist sehr schwierig, die  Verursacher festzustellen.« Der größte Teil aus der Schifffahrt, ein bisschen vom Tourismus, in anderen Ländern auch von Müllkippen an Flüssen. Warum wird der Abfall an bestimmten Stränden angetrieben? Die Schifffahrtsrouten spielen laut Clemens eine Rolle, die Tide, der Wind, aber vor allem die Drift der Nordsee, die Niedersachsen vermüllt und Schleswig-
Holstein eher verschont. Fünf große Strudel Forscher haben in den Weltmeeren fünf gigantische Müllstrudel ausgemacht. Der im Nord-Atlantik trifft auch die Nordsee. Clemens berichtet von einem Experiment französischer Schüler, die bei Cherbourg eine teilweise mit Sand gefüllte Flasche ins Meer werfen um die Verdriftung zu erforschen. Drei Monate später wird sie auf Mellum angespült. Auch Flaschenpost aus Schottland treibt auf der Vogelinsel an, genauso wie eine Bierflasche aus Wilhelmshaven, knapp 100 Jahre alt.Vor zwei Jahren startet der Mellumrat eine einmalige Aktion auf der Insel. 40

Freiwillige räumen sieben Kilometer Strand und Dünen an einem Tag auf. Ergebnis: rund 54 000 Müllteile. »Dass zeigt auch, dass das Thema in der Bevölkerung angekommen ist«, meint Clemens. Für regelmäßige Räumungen fehlt allerdings das Geld.
Und wie soll es weitergehen? Müllvermeidung, klar. Ersatzstoffe? Für Clemens noch nicht das Nonplusultra. »Wenn  Plastikmüll eine Ressource ist, die es sich zu recyceln lohnt, wird das rausgefischt«, sagt er. Allzu optimistisch klingt das nicht. Erstmals wurden sämtliche Daten der systematischen Strandmüllerfassung an der Nordseeküste in einer Datenbank  zusammengefasst.

Die Vereine »Jordsand«, »Schutzstation Wattenmeer« und »Mellumrat « haben von 1989 bis 2013 etwa 240 000 Daten von Müllteilen an acht Stränden in den Nationalparks Hamburgisches, Schleswig- Holsteinisches und Niedersächsisches Wattenmeer gesammelt. An jedem der acht Strandabschnitte war die Sammelkategorie Plastik /Styropor/Schaumgummi die häufigste. Durchschnittlich haben Plastik und Kunststoffe einen Anteil von fast 70 Prozent
am Strandmüll. Es folgen Holz, Fischereigeräteund Glas/Porzellan.

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DUFTE BIENEN KÖNNEN AUFATMEN

Gute Nachrichten von der Bienenzucht auf Wangerooge: Es geht weiter voran im Wäldchen am Meer,
wo bisher Imker Klaus Töbelmann (Foto) mit seinen Königinnen »regierten«. Die Bienenzucht auf den
Inseln ist – im Gegensatz zu der auf dem Festland – nicht in Gefahr.

e nde Mai werden sie wieder zu ihrem siebenwöchigen Zuhause in die Belegstelle an der Charlottenstraße gebracht hat, Imker-Töbelmannnachdemd die bis dahin schon ein, zwei Monate wahre Wunderleistungen vollbringen mussten. Der Fleiß der Bienen ist bekanntlich sprichwörtlich und kommt dem Menschen auf vielfältige Weise zugute. Doch was für den Menschen lohnend, ist für die emsigen Bienen weniger förderlich. Sie leben nämlich lediglich armselige sieben Wochen lang. In diesen sieben Wochen sorgen sie nicht nur durch unermüdliches Honig Sammeln für leckeren, gesunden Brotaufstrich, für duftende Honigkerzen in der Adventszeit, für Süße und Aroma beim Leb- und Honigkuchen, für anspruchsvolle Kosmetika und Honigbonbons, die gern auch auf den Märkten angeboten werden.
Viel wichtiger aber ist ihre Aufgabe bei der Bestäubung der Blüten und dem damit verbundenen Artenerhalt der heimischen Flora. Dass die Bienen einen Staat bilden, ihrer Königin (nicht immer) treue Untertanen sind und innerhalb ihres Volkes soziale Aufgaben übernehmen, das erfährt der Wangerooge- Urlauber, wenn er von Dienstag bis Donnerstag die Charlottenstraße entlang geht, und beim Wasserwerk links einbiegt und sich dann in einer wahren Natur-Idylle mit Imker Klaus Töbelmann unterhält. Der betreut nämlich die »Belegstelle Wangerooge«, wo es derzeit 130 Bienenvölker gibt.
Imker, das hat man in Kindertagen oft in Filmen und Fernsehen gesehen, tragen Schutzkleidung, einen breiten Hut mit einer dichten Gardine davor und rauchen Pfeife, um sich vor den »aggressiven Tieren« zu schützen. Alles Quatsch, und mit so etwas darf man Klaus Töbelmann, der den besagten Hut nicht mal fürs Foto aufsetzen will, gar nicht erst kommen. »Bienen sind nicht aggressiv, sondern friedliebende Tiere und stechen nur, wenn man nach ihnen schlägt oder allzu hastige Bewegungen macht. Sie wehren sich nur. Lediglich bei Gewitter werden sie etwas angriffslustiger«, so Töbelmann.
TÖDLICHE GEFAHR
Auf dem Festland ist das Bienensterben seit  einigen Jahren immer wieder ein Thema. Auch jetzt gibt es schlechte Nachrichten von der Bienenpopulation in Deutschland: Etwa 30 Prozent der Bienenvölker haben den vergangenen Winter nach Schätzungen der Imker nicht überlebt – normalerweise sind es nur zehn Prozent. Bei insgesamt rund 750.000 Bienenvölkern in Deutschland ergebe sich ein Verlust von 225.000 Völkern, sagte die Sprecherin des Deutschen Imkerbundes, Petra Friedrich.

Von allein bauten sich die Völker nicht wieder auf. »Der Imker muss dann Jungvölker nachziehen.« Für die Honigernte              verheiße das nichts Gutes: »Wir gehen ganz stark von einer ganz schlechten Honigernte aus«, sagte Friedrich. Noch schlimmer sei aber, dass vielen Pflanzen damit auch die Bestäuber fehlten. Einer der Gründe diesmal für das Massensterben:
Die Bienen sind schon geschwächt in den Winter gegangen, weil es im Herbst so lange warm war und sie noch genauso lange aktiv waren. Dies hat sie anfälliger für den Befall mit Varroa-Milben gemacht. Ein strenger Winter ist hingegen kein Problem für die Insekten, sondern eher gut. Schlechter ist ein häufiges Auf-und-Ab der Temperaturen, weil die Bienen womöglich dazu gebracht werden, zu früh auszufliegen. Ein generelles Problem ist der Nahrungsmangel. »Im Frühjahr gibt es noch ein hohes Pollen- und Nektarangebot, danach kommt nichts mehr«, so Friedrich. Es fehlten zum Beispiel die mit Blumen besetzten Randstreifen von Feldern, die es früher gegeben habe.

Bienen-auf-Wooge

Eine fleißige Biene auf Nektarsuche im Osten der Insel. Dieses Bild sandte uns Martina Straube zum MOIN-Fotowettbewerb 2014 ein. Auch in diesem Jahr sind wir gespannt auf ihre Einsendungen. In die Wertung kommen alle bis zum 11.11.15 auf der Insel Wangerooge geschossenen Fotos.

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HABEN SIE AUCH SCHON EINE REISENOTFALLMAPPE

Manchmal läuft es unterwegs nicht wie erwartet: Eine Reisenotfallmappe sollte daher unbedingt mit ins Gepäck.

Besonders, wenn es an die Gesundheit geht, ist jede Hilfe wichtig: »Nicht immer kann der Betroffene umfassend Auskunft geben«, sagt Hans Walter Schäfer, Experte für Notfallplanung. Dann sei es für ihn, den Begleiter oder die Ärzte im Krankenhaus nützlich, wenn eine Reisenotfallmappe vorhanden ist. »Sie gibt nicht nur Auskunft, wer zu verständigen ist«, so
Schäfer. »Dort finden sich auch Angaben zu Vorerkrankungen, medizinischen Unverträglichkeiten und verschriebenen Medikamenten, die relevanten Versicherungen und Bankdaten sowie Kopien von Personalausweis und Reisedokumenten.« Außerdem enthalte die Mappe etwaige Verfügungen  nd Vollmachten bis hin zum Organspendeausweis. Das nützliche Urlaubsmäppchen hat Schäfer entwickelt, um Menschen in misslicher Lage zu helfen: Aus eigener Erfahrung weiß der zweifache Familienvater, wie schnell der Ernstfall auf Reisen in fremden Ländern eintreten kann – und wie sich dann verzweifelnde Hilflosigkeit ausbreitet. Die Reisenotfallmappe sei das »Schweizer Taschenmesser « der mobilen Vorsorge: Eine Sammlung kleiner Werkzeuge für brenzlige Situationen unterwegs. Auch wenn es nicht immer gleich um Leben
und Tod geht: Schon beim Verlust des Portemonnaies leistet sie gute Dienste, wenn zum Beispiel die Geldkarte zu sperren, ein Ersatzausweis zu beschaffen oder die Versicherung zu verständigen ist. »Wer kennt schon alle Kartennummern auswendig?«. Sein Tipp: Die Mappe gleich doppelt anlegen. Eine kommt ins Reisegepäck, die andere  bleibt daheim bei einem Vertrauten, der per Telefon erreichbar ist. Oder, ganz modern, sie wird als PDF auf einen Webserver gelegt. »So kommt man selbst dann noch an die Inhalte, wenn das gesamte Gepäck schon bei Reiseantritt verloren geht«.

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6000 Bomben auf Wangerooge

Seine Mutter war die Insel-Hebamme, seine Söhne Ulf und Jan-Dirk leben noch mit ihm auf Wangerooge. Peo Post selbst dankt Gott, dass er das Inferno in den letzten Kriegswochen unbeschadet überstanden hat.

Eigentlich war es Zufall, dass Peo Post, heute 82 Jahre alt und auf »seiner Insel« bekannt wie ein bunter Hund, den 2. Weltkrieg überlebt hat. Als die Bomber über Wangerooge auftauchten, spielte der kleine Peo mit einem Freund. Kein Bunker in der Nähe. Der Freund verkroch sich in einem Erdloch, wurde getroffen und starb. Peo Post aber hatte Glück. Er war in ein altes Ölfass geklettert und – überlebte.

Auch der in Varel lebende Wangerooge-Historiker Walter Oetken (Foto in Polizieuniform) kann sich noch gut an jenen

Walter Oetken überlebte den Bombenangriff

Walter Oetken überlebte in Varel den Bombenangriff

Schicksalstag erinnern. »Ich habe mich beim Nachbarn im Keller verkrochen als die Flieger kamen. Wir Kinder hatten Angst, die Weckgläser in den Regalen klirrten. Aber wir haben Gott sei Dank alles überstanden.« Oetken, damals sechs Jahre jung und in der ersten Klasse der Inselschule, wurde später Polizist auf Wangerooge und ist einer der besten Wangerooge-Kenner.

Vor 70 Jahren, genau am 25. April 1945, hagelte es eine Viertelstunde lang Bomben auf Wangerooge. 300 Menschen starben, 63 Häuser wurden zerstört.

In wenigen Wochen werden sich ältere Insulaner mit Schrecken an den Tag erinnern, an dem Wangerooge bei Kriegsende fast dem Erdboden gleich gemacht wurde: Am Nachmittag des 25. April 1945 flog die Royal Airforce einen ihrer letzten Bombenangriffe auf Nazi-Deutschland. Innerhalb einer Viertelstunde hagelte es gut 6000 Bomben auf Wangerooge – die Insel lag in Trümmern.

300 Menschen kamen bei dem Angriff ums Leben: Soldaten, Insulaner und Zwangsarbeiter, die nicht in die schützenden Bunker flüchten durften. 63 Häuser waren zerstört und 170 beschädigt, die Straßen waren nicht mehr befahrbar, die Kanalisation zerstört, Strom- und Wasserversorgung ausgefallen. Die Bombardierung wirkt bis heute nach: Noch immer ist die Sanierung der zerstörten Kanalisation nicht abgeschlossen. Und noch immer liegen im Sand verborgen Gewehr und Kanonenmunition, Granaten und Blindgänger. Denn rund zehn Prozent der 6000 Bomben, die am 25. April 1945 abgeworfen worden waren, hatten nicht gezündet.

Eckard und Ernst haben als Kampfmittelbeseitiger schon viele Kriegsreste am Wangerooger Strand entschärft.

Eckard und Ernst haben als Kampfmittelbeseitiger
schon viele Kriegsreste
am Wangerooger Strand entschärft.

 

Bomben-auf-Wangerooge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

TEXT: M ELANIE HANZ+MAO FOTOS: MANFRED OSENBERG

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Bottermelktango am Deich

Sie hört auf den ebenso schönen wie kuriosen Namen »ZR Island« und wurde im März 2015 zur schönsten Kuh in Ostfriesland gekürt.

Bei der 35. Excellent-Show des Vereins Ostfriesischer Stammviehzüchter (VOSt). In der vollen Ostfrieslandhalle in Leer gewann die Kuh aus dem Stall von Thomas Rohdemann aus Borumerfehn (Landkreis Aurich). Ausschlaggebend für die Preisrichter waren ihre bestechende Harmonie, die feste
Oberlinie, das hervorragende Becken, die klaren Fundamente und die ausgewogene Balance der Euter. Die Kuh »ZR Island« ist völlig zu recht der »Grand Champion«. Die Wahl ist traditionell das Highlight der Excellent-Show in Leer. Allerdings waren keine Kühe dabei von Bauer Menz Willms,
der bekanntlich jedes Jahr seine Viecher von Rockelhausen per Viehtransporter nach Harle und dann per Schiff nach Wangerooge bringt, wo sie dann bestes Futter vorfinden.

Das Inselgras ist besonders schmackhaft. Und die Aufsicht durch den Mellumrat stört die Viecher nicht. Ja, die Kühe von Menz »Lellele« Willms, der auch schon mal als Geburtshelfer in den Westen Wangerooges kommen muss, sind nicht die schönsten, aber die ruhigsten. Und wenn fern am Ostinnengrodendeich die alte Melodie des »Bottermelktangos « erklingt, dann sind alle wieder zufrieden. Denn die Kühe wissen: Die heimliche Nationalhymne der Ostfriesen ist uns gewidmet, uns, den schwarzbunten Kühen auf Wangerooge. Muuuuh …
TEXT: MANFRED OSENBERG / FOTO: PETER T IGGES

Die Kühe von Bauer Willms weiden am Flugplatz, haben sich längst an die landenden und startenden Inselflieger gewöhnt. FOTO: KURT KEIL

Die Kühe von Bauer Willms weiden am Flugplatz, haben sich längst an die landenden und startenden Inselflieger gewöhnt.
FOTO: KURT KEIL

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