Kategorie Kultur

FRIESENWOODSTOCK

Das erste Mal war Himmelfahrt 2009. Seitdem hat sich das von den Wangoo Diptams inszenierte Event im Rosengarten zu  einem echten Renner entwickelt. Nach der Pause im Vorjahr sorgte das diesjährige Programm für viel Beifall. Aber – so lautet die bange Frage der Wangerooger – war es der letzte Friesenwoodstock?

Ja, es sieht so aus. Leider. Aber das Festival 2017 wird allen Mitwirkenden und Besuchern in Erinnerung bleiben.  Himmelfahrt auf Wangerooge – das war wirklich wieder ein Hit. Die Trommlerinnen-Gruppe Wangooo Diptams hatte wieder die Wangerooger Kulturgruppen und zahlreiche Gäste zum Festival eingeladen. Antje Pollex hatte es sogar
geschafft, mit dem Berliner Max Buskohl einen Star der Musikbranche zu verpflichten. Und Maxe hielt, was seine vielen Fans versprochen hatten. Buskohl statt Grünkohl! Vielfalt statt Solisten. Auf dem reichhaltigen, mit viel Liebe  zusammengestellten Programm standen – natürlich auch – ein Flohmarkt sowie Auftritte der Kindertanzgruppe »Deichtänzer«, der Line Stompers, Punk-Pop aus Jever mit »Sorry 4 my generation«, Gute-Laune-Musik mit der Insel-Combo, Percussion mit »Samba For Ya« aus Bad Oeynhausen, »Alde Härn« aus Celle und Zumba mit Wangerooges Eintänzer Marc.  Mittendrin statt nur dabei sorgten die
Ameisen vom Straßentheater Pikante für Unterhaltung. Nicht nur die Kinder tanzten mit …
FOTO: EVELYN GENUIT

Friesenwoodstock

Weiterlesen

HALLELUJAH!

Was machen die Theaterstars, Gospels und Diptams im kalten Insel-Winter?

Keine Frage: Mit seinen melancholischen, poetischen und philosophischen Songs hat er Musikgeschichte geschrieben. In diesen Wochen trauern nicht nur Wangerooger Künstler und Prominente weltweit um den legendären kanadischen Künstler Leonard Cohen, der im November im Alter von 82 Jahren verstorben ist.

s eine Texte handelten oft vom Tod. Doch so nah wie in diesem Jahr kam Cohen seinen Zuhörern mit dem Nachdenken über Abschied und Loslassen noch nie. Er werde angesichts nachlassender Gesundheit einige noch unfertige Songs wohl nicht mehr beenden können, erzählte Cohen in einem Interview kurz vor der Veröffentlichung seiner 14. Studioplatte in knapp 50 Jahren. »You Want It Darker« erschien einen Monat nach seinem 82. Geburtstag. Die Zukunft sei ungewiss, er sei »zum Sterben bereit«, sagte Cohen dem »New Yorker«. Und fügte lakonisch hinzu: »Ich hoffe, es wird nicht allzu unbequem …« Hallelujah – den von Cohen in der ihm eigenen Art interpretierten Song übernahm auch der Wangerooger Gospelchor Vocal Waves in sein Programm. Im Winter erscheint die neue CD des bekannten Chors. Genau: Ende Januar 2017. Bis dahin heißt
es auch bei den Sängerinnen und Sängern: Üben, üben, üben …

KEINE WINTERPAUSE Obwohl es im letzten Sommer ruhig um die Theater-Crew geworden ist, so ist sie im Winter voller Tatendrang. Es gibt sie noch, die Kultur-AG der Inselschule, die ja durch die Einrittsgelder der jährlichen Auftritte finanziert wird. Im grauen November war auch das Ensemble eingeladen, eine gemeinsame, kleine Reise zu unternehmen. Karl Sohns, Ursel Huber, Antje Pollex sowie Klaus Brüggerhoff und Elke Gerdes begleiteten die fünf Mädels der Kultur-AG nach Bremerhaven. Kaum angekommen gab es auch schon eine geführte Hafenbesichtigung, gefolgt von einer atemberaubenden Musical-Aufführung im großen Haus des Stadttheaters. Ein bisschen gruselig wurde es bei »Dracula«, der als sehr mo
derne Musical- Inszenierung die zehn Besucher von der Insel schwer beeindruckte.

Am folgenden Vormittag wurde das Programm bei einer informativen und höchst interessanten Führung durch das Stadtmuseum Bremerhaven abgerundet. Außerdem gehen die Proben für das neue Stück »Drei Damen und ein toter Kater« weiter. »Wir sind voller Motivation«, betonte Antje Pollex. Die Premiere wurde dieses Mal in den Winter verlegt. Voraussichtlicher Termin hierfür ist der 9.12. um 20.30 Uhr in der Aula der Inselschule.
TROMMELN FÜR W’OOGE Die Trommelgruppe »Wangoo Diptams« begrüßte ihren langjährigen Coach Mario Scholz aus Bad Oeynhausen mit seiner Lebensgefährtin Jutta auf Wangerooge. Das Insulaner-Treffen auf Spiekeroog (3. bis 5. März 2017) ist nicht mehr lang hin, also musste ein neues Stück her, denn die Damen wollen wie bei allen ihrer Auftritte bei »Insulaner Unner Sück« wieder angenehm überrraschen. Zwei Tage wurden kreative Ideen ausgefeilt und stets im Rhythmus stundenlang geprobt, bis spät in die Abendstunden. Was dabei herausgekommen ist, wird an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten. Und wenn so oft die Frage der Insel-Gäste in der Hauptsaison gestellt wird »Was machen Sie eigentlich im Winter?« so kann so mancher Inselbewohner getrost antworten: »Langeweile haben wir nie.«

2016-12-26_171004

Weiterlesen