Kategorie Neuigkeiten

NEUER FAHRER FÜR PETRUS

Wenn der Heuler heult, weil er seine Familie verloren hat, helfen Gäste und Insulaner. Jeder kennt auf Wangerooge Friedrich Petrus, der seit mehr als 30 Jahren dafür sorgt, dass diese armen Geschöpfe ins Leben und zurück zur Natur geführt werden können.
Nachdem das Seehundrettungsteam,alarmiert durch aufmerksame Spaziergänger, das kleine vereinsamte, orientierungslose
Raubtier geborgen und in eine spezielle Transportkiste verstaut hat, bringt es der Flieger der FLN ans Festland. Dort wird es von Mitarbeitern der Aufzuchtstation in Norden abgeholt und in Sicherheit gebracht. Seit diesem Sommer wird das Team um
Friedrich Petrus unterstützt von Helge Biethahn, der als Fahrer des Rettungsfahrzeugs und als Bergungshilfe seinen Anteil hat. Wie dieser berichtet, ist es manchmal gar nicht so einfach, wenn mitten in der Badezeit das Fahrzeug durch spielende
Kinder und badende Gäste zum Fundort gelangen muss. Das größte Problem ist dabei, dass sich das Fahrzeug leicht in dem tiefen Sand festfahren kann.

So kommt es leider vor, dass nicht alle Verständnis für die Sorge um den zu rettenden Heuler zu Lasten »ihres« Spielraums am Strand haben. Allerdings sind das Einzelfälle, meist kommt Unterstützung von den Gästen. Die letzte Rettung am  Hauptstrand war Anfang September nur dadurch möglich, dass Mitarbeiter der DLRG und Gäste die Durchfahrt des Mobils und die Bergung des jungen Heulers unterstützten. Der Dank gilt all denen, die tatkräftig mit dazu beitragen, dass die vereinsamten Heuler nicht »verenden« müssen. Wer die ehrenamtliche Arbeit der Auffangstation und ihrer Helfer begleiten möchte, kann dies als Spende auf das Konto unterstützen:

Seehundstation Nationalpark-Haus
IBAN: DE62 2836 1592 0007 7771 11
BIC: GENODEF1MAR
http://www.seehundstation-norddeich.de
FOTOS: RENATE ZERHUSEN

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WER WIRD MISS WANGEROOGE?

Letzter Mittwoch im Juli 2016. Mit dem Flieger kommt die MOIN auf die Insel. Und am Abend wird wieder die Miss Wangerooge gekürt. Wer wird es diesmal sein, die auf dem Laufsteg vor dem »Pudding« von den vielen Besuchern gefeiert wird?

ie Jury wird entscheiden, wer in diesem Sommer die Krone erhalten wird. In der Jury sitzt die amtierende Miss Germany Lena Bröder, die noch kürzlich – als erste Miss Germany überhaupt – eine Audienz beim Papst in Rom bekam. »Es war überwältigend«, betonte die katholische Releigionslehrerin. Papstbesuch, Fernsehshows, Talkrunden. Jetzt Wangerooge. Horst Klemmer macht es möglich. Der Oldenburger, der in der Tangastraße seit Jahrzehnten sein Büro hat und auf Wangerooge direkt am Meer in seiner Ferienwohnung die Kontakte zu prominenten Leuten aus dem Showgeschäft spielen lässt, kennt sich aus auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten. Die MOIN traf den Tausendsassa, der im Dezember seinen 80. Geburtstag feiern wird, auf der Wangerooger Strandpromenade und fragte ihn: Was ist eigentlich Schönheit? »Sicherlich gibt es auf der Welt keinen Menschen, der von sich aus behaupten kann, er findet zu 100 Prozent die schönste Frau der Welt. Schönheit ist Ansichtssache – der eine mag blonde, der andere schwarze Haare, der eine blaue, der nächste braune Augen, der eine 1,75 m und der andere 1,60 m große Frauen. So kann jeder von sich selbst aus beurteilen, was er schön findet.«

Hübsche Menschen haben im Alltag – so sagen Experten – wesentliche Vorteile. Studien belegen, dass schöne Menschen im Leben tatsächlich davon profitieren. Wichtig ist, dass man sich in seinem Körper wohl fühlt, positiv denkt und zufrieden ist. So werden die sicherlich vorhandenen Stresshormone abgebaut. Schöne Menschen profitieren von positiven Vorurteilen. Sie werden für kompetenter, erfolgreicher, intelligenter, sympathischer, selbstsicherer, geselliger, fleißi ger und leidenschaftlicher gehalten. Die Psychologin Rita Friedmann von der amerikanischen Attraktivitätsforschung kommt zu dem Schluss, dass sich der »Zauber der Schönheit« durch das ganze Leben zieht: vom Kindergarten über die Schule bis hin zum Berufsleben.

Interessant ist ein durchgeführter Vergleich der VIP-Gesichter für die Werbung. So gelang es zum Beispiel der blonden Miss Germany Isabell Gülck, die vor vier Jahren auf Wangerooge nicht nur den Männern am Meer den Kopf verdrehte, bei einer Großumfrage auf einem sensationellen vierten Platz zu landen, knapp hinter Jette Joop, Nazan Eckes und Heidi Klum. Die sympathische Isabell platzierte sich somit vor Michelle Hunziker, Birgit Schrowange, Nicole Kidman und Carla Bruni. Klemmer dazu: »Die Siegerinnen von GNTM waren hier nicht im Ranking. Das bedeutet, dass die Marke »Miss Germany« anerkannt und von der Wirtschaft hoch eingestuft wird. Vor allem bei Mode und Kosmetik.« Nicht verwunderlich, dass attraktive Personen von ihrer Schönheit profitieren. Ein wichtiger Punkt auf der Bühne ist u.a. die Körpersprache.

Choreograph Jens Dolecki sagt immer: »Spannung in den Körper, dann kommt man über die Rampe«. Horst Klemmer zum Wahlvorgang bei einer Miss-Wahl: »Wir schreiben unserer Jury nicht vor, wie zu wählen ist, sondern überlassen diese Entscheidung jedem Jurymitglied selbst. Die Damen haben die Gelegenheit, mit Witz, Charme und Schlagfertigkeit zu punkten und sich dem Publikum stilvoll in Mode zu präsentieren.«

PERSÖNLICHKEIT

Wichtig ist, dass die Persönlichkeit herausgestellt wird und ein sicheres Auftreten zu erkennen ist. Sicherlich gilt die These: »Lange Beine machen noch keine Miss aus«. Eine Miss Germany hat aufgrund des hohen Bekanntheitsgrads (98,7% der Deutschen kennen die Marke »Miss Germany«) eine Vorbildfunktion. Klemmer betont, dass es sich lohnt, Miss Germany oder Mister Germany zu werden und bei der in Oldenburg sitzenden Miss Germany Corporation mitzumachen. »Wir werden auch weiterhin gerne »Steigbügelhalter« für den Einstieg ins Showbusiness für junge Menschen sein. Unsere Damen streben meistens eine Karriere als Moderatorin, Schauspielerin oder Werbeträgerin an. Anne Julia Hagen, die als Miss Germany 2010 nach Wangerooge kam, war ein sehr gefragtes Model. Sie wurde u.a. für Zalando, Pril, Elite Partners oder Kanada Airline gebucht. Anne-Kathrin Kosch, Miss Germany 2011 und auf Wangerooge von vielen Fans umlagert, wurde Moderatorin bei pearl.tv. Miss Germany 2012 Isabel Gülck strebte eine Karriere als Sängerin und Moderatorin an. Klemmer: »Wir unterstützen alle beim Auf- und Ausbau ihrer Karriere.« Ja, jeder Mensch braucht Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Man möchte sich aus der Masse hervorheben und etwas Besonderes sein. Dies ist sicherlich eine Devise, nach der viele junge Menschen – besonders die Damen – streben.

Miss-wangerooge

TEXT: MAO / FOTOS: KURT KEIL UND KLAUS SCHULTES

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WIEDENESTER IM WANGEROOGE-FIEBER

Sie sind seit Jahren mit dem unheilbaren »Wangerooge-Fieber« infiziert. Zum 15. Mal fand in diesem Sommer die Wiedenester Inselfreizeit statt. Rund 100 Kinder, Jugendliche und Teamer aus dem Oberbergischen Kreis genossen das für sie schönste Fleckchen Sand im Nationalpark Wattenmeer.

rfreulich: Die Evangelische Kirchengemeinde Wiedenest bietet die alljährliche »Sommerfrische« für Teilnehmer von 8 bis 18 Jahren seit 2001 im Bielefelder Haus an. Lässt man all die Jahre mal Revue passieren, dann bedeutet das in Zahlen: 1500 Ferien gäste aus dem Oberbergischen, über 3000 Koffer, Rucksäcke und Kuscheltiere, 1500 Mal Bettenbeziehen, 22.500 Verpflegungstage für das Bielefelder Haus, gut 60.000 € Taschengeld, was auf der Insel ausgegeben wird usw. Aber auch rund 450 Spiel- und Aktionsprogramme für Nachmittage und Abende, mal nur für die kleineren, mal extra für die größeren und auch mal für die gesamte Gruppe geplant und durchgeführt. 15 Jahre Inselfreizeit bedeuten bei dieser Gruppe auch, dass sie mehr als 200 Vormittage in der Nikolai Kirche der Ev. Kirchengemeinde Wangerooge verbracht haben. Dort wird gemeinsam gesungen und nachgedacht, die Bibel in Geschichten und Gedanken hinterfragt und ein buntes Programm zum Erleben und Weiterdenken nicht nur für Freizeitteilnehmer angeboten. Die Kirche steht offen, und immer mal wieder kommen auch Urlauber hinzu, um diese Gemeinschaft mitzuerleben oder einfach nur zu genießen. Der sonntägliche Gottesdienst in der Mitte der Freizeit wird gemeinsam mit Inselpfarrer Günther Raschen als großer Urlauber-Insulaner-Freizeit-Familiengottesdienst gefeiert. Wangerooge ist der ideale Ort für Spiel und Spaß quer über die ganze Insel, für Sport am Strand, für Toben in den Wellen, für Erholung im Wind, für Zeit miteinander und füreinander. Und dass diese »legale Droge« süchtig macht, damit wollen und können die Wiedenester gut leben und freuen sich schon auf das, was die nächsten 15 Jahre bringen werden … INKE ARMBRÖSTER

Wiedenester

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STRANDLÄUFER

Uwe Osterloh war sichtlich zufrieden. Der erste Vorsitzende der Wangerooger Sport-Gemeinschaft konnte nach den beiden Lauf-Events auf der Insel, dem Westturmlauf und dem EWG-Lauf, eine positive Bilanz ziehen und sich bei den zahlreichen Mitarbeitern bedanken. 136 Teilnehmer beim Westturmlauf sorgten für ein buntes Feld. Während in den Schülerklassen die Jungs und Mädchen von der Insel dominierten und die Schwestern Fenja und Fine Einhoff ihre Siegesserie fortsetzten, gewann bei den Frauen Christa Berlin in der Hauptklasse über 10 km vor Heike Voigt und Sabine Stüve. Hanna Wünsche vom Veranstalter WSG landete auf einem beachtlichen vierten Platz. Sven Mähr war – mit rund sieben Minuten Rückstand
zum Sieger Jan Waschkau – der erfolgreichste Wangerooger. Er benötigte für die 10 km knapp 43 Minuten.
Wangerooge war auch wieder eines der Etappenziele beim traditionellen EWE-Lauf. An dem diesmal mehr als 600 Läuferinnen und Läufer teilnahmen. Unter ihnen auch der als »Marathon-Pastor« bekannte Stefan Bürger, der besonders von Wangerooge angetan war: »Vor der atemberaubenden Kulisse des Nordseestrandes zu laufen ist etwas ganz Besonderes.« Auf Wangerooge hat Stefan Bürger vor Hunderten von Läufern eine Kurzansprache gehalten und von seinem Laufgottesdienst mit Frühstück, Läufer-Segnung und gemeinsamen Training erzählt. Auch davon, wie sich Kirche heute bewegen kann. Der begeisterte Pfarrer lief vor elf Jahren auch den Berlin-Marathon. Jedes Inselrennen wird mit einer kurzen Form der Andacht vor der Siegerehrung umrahmt. Die 42 Kilometer schaffte Marathonpfarrer Stefan Bürger in 3:39:28 Stunden. Allerdings nicht am Stück, sondern in vier Tagen. Dabei hat er im Kurzurlaub vier der sieben Nordseeläufen auf den ostfriesischen Inseln Juist, Wangerooge, Spiekeroog und Borkum absolviert. Übrigens: Mitveranstalter des Laufevents unter dem Motto »Mach nicht halt – lauf gegen Gewalt« ist die evangelische Kirche in Hannover.

Strandläufer

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HABEN SIE AUCH SCHON EINE REISENOTFALLMAPPE

Manchmal läuft es unterwegs nicht wie erwartet: Eine Reisenotfallmappe sollte daher unbedingt mit ins Gepäck.

Besonders, wenn es an die Gesundheit geht, ist jede Hilfe wichtig: »Nicht immer kann der Betroffene umfassend Auskunft geben«, sagt Hans Walter Schäfer, Experte für Notfallplanung. Dann sei es für ihn, den Begleiter oder die Ärzte im Krankenhaus nützlich, wenn eine Reisenotfallmappe vorhanden ist. »Sie gibt nicht nur Auskunft, wer zu verständigen ist«, so
Schäfer. »Dort finden sich auch Angaben zu Vorerkrankungen, medizinischen Unverträglichkeiten und verschriebenen Medikamenten, die relevanten Versicherungen und Bankdaten sowie Kopien von Personalausweis und Reisedokumenten.« Außerdem enthalte die Mappe etwaige Verfügungen  nd Vollmachten bis hin zum Organspendeausweis. Das nützliche Urlaubsmäppchen hat Schäfer entwickelt, um Menschen in misslicher Lage zu helfen: Aus eigener Erfahrung weiß der zweifache Familienvater, wie schnell der Ernstfall auf Reisen in fremden Ländern eintreten kann – und wie sich dann verzweifelnde Hilflosigkeit ausbreitet. Die Reisenotfallmappe sei das »Schweizer Taschenmesser « der mobilen Vorsorge: Eine Sammlung kleiner Werkzeuge für brenzlige Situationen unterwegs. Auch wenn es nicht immer gleich um Leben
und Tod geht: Schon beim Verlust des Portemonnaies leistet sie gute Dienste, wenn zum Beispiel die Geldkarte zu sperren, ein Ersatzausweis zu beschaffen oder die Versicherung zu verständigen ist. »Wer kennt schon alle Kartennummern auswendig?«. Sein Tipp: Die Mappe gleich doppelt anlegen. Eine kommt ins Reisegepäck, die andere  bleibt daheim bei einem Vertrauten, der per Telefon erreichbar ist. Oder, ganz modern, sie wird als PDF auf einen Webserver gelegt. »So kommt man selbst dann noch an die Inhalte, wenn das gesamte Gepäck schon bei Reiseantritt verloren geht«.

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